Startseite arrow Loveparade 89 - 07 arrow 1996: We Are One Family

[ Buchtipp ]

[ Technoradio ]















Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
1996: We Are One Family E-Mail
13.07.1996 / Ort: Berlin / 750.000 Teilnehmer

Dr. Motte 04: Weil die Love Parade inzwischen so groß geworden war, daß man nicht nicht mehr tanzen konnte, hatten wir uns entschlossen, eine neue Strecke ausfindig zu machen.

Peter Daube 39: Man kennt ja die Bilder von der 95er Love Parade, wie die Leute da auf den Laternen geschaukelt haben und wie teilweise Vitrinen eingestoßen wurden. Das geschah nicht aus Mutwilligkeit, sondern weil die Masse Mensch einfach zu groß war! Und so galt es dann, einen Weg zu finden, was man da machen könnte. Da sind wir als Direktion 3 gefragt worden, ob wir uns den Bereich Tiergarten vorstellen können. Aufgrund von Sicherheitsgründen sind wir dann auch zu der Überzeugung gekommen, daß es was besseres als die Straße des 17. Juni eigentlich nicht gibt. Wir haben uns da aber als Polizei relativ bedeckt gehalten. Wir hatten zwar für uns entschieden, daß wir die Strecke aus Sicherheitsgründen sehr gut gebrauchen können, aber wir wollten natürlich nicht Vorreiter sein und haben die anderen erstmal machen lassen.

Dr. Motte 04: Wir hatten uns zuerst für die Strecke Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor und zurück, und dann auf den Roten Platz vor den ehemaligen Palast der Republik entschieden. Aber dann gab es ein Problem: Das Abgeordnetenhaus hat gesagt, daß die Strecke zu viele Denkmäler habe, das wollten sie nicht. Dann gab es die Diskussion: „Wohin jetzt?“

Peter Daube 39: Und da kamen dann recht abenteuerliche Dinge zustande: Zum Beispiel in Ost- Berlin die Frankfurter Allee, aber die sieht ausgesprochen trist aus.

Dr. Motte 04: Und dort hat der Bezirk gesagt: Wir haben da gerade soundsoviele Millionen für Pflanzungen ausgegeben, und wenn das jetzt durch die Love Parade alles niedergetrampelt wird: Nein.

Peter Daube 39: Außerdem sind für einen Veranstalter von der Love Parade Bilder von diesen alten Häusern im Stalin’schen Zuckerbäckerstil, wie sie da noch stehen, natürlich nichts. Die kann man keinem verkaufen.

Dr. Motte 04: Dann gab es zwei Möglichkeiten: Entweder lassen wir es ausfallen, oder wir finden was anderes. Wir haben uns dann noch verschiedene Strecken in Mitte angeguckt, das war aber alles nichts, aber vom Dr. Böse als Vertreter des Innensenators gab es dann einen Kompromißvorschlag: Wir sollten auf die Straße vom 17. Juni gehen, und da haben wir dann auch zugestimmt.

Peter Daube 39: Wir hätten nicht gedacht, daß der Veranstalter dieses auch gleich so dankbar aufnehmen würde, aber das hat natürlich auch einen anderen Hintergrund: Der Veranstalter hat mit dieser Strecke auch die beiden Wahrzeichen von Berlin, nämlich die Goldelse und das Brandenburger Tor im Hintergrund. Und das sind die Bilder, die um die Welt gehen! Für uns war lediglich entscheidend, daß wir eine Straße hatten, die links und rechts entsprechende Fluchtmöglichkeiten offenläßt. Als dann ...

[ ... mehr im Buch: LOVE PARADE STORY]

» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich.
 
< zurück   weiter >